Die Bauchspeicheldrüse ist ein zweigeteiltes Wunderwerk: Sie produziert lebenswichtige Verdauungsenzyme (exokrine Funktion) und reguliert über Hormone wie Insulin den Blutzuckerspiegel (endokrine Funktion). Wenn dieses Organ erkrankt, leidet der gesamte Stoffwechsel.
Die Pankreatitis ist die häufigste Erkrankung dieses Organs. Dabei verdaut sich die Drüse durch vorzeitig aktivierte Enzyme quasi selbst.
Krankheitsbild: Plötzliche, heftige Entzündung. Ein medizinischer Notfall!
Häufigste Auslöser: Sehr fettreiches Futter, Übergewicht, Medikamente (z.B. Kortison), Unfälle (Trauma), Infektionen.
Symptome: Massives Erbrechen, starke Bauchschmerzen (Gebetshaltung), Fieber, Apathie, Austrocknung.
Diagnostik: Bluttest: Spezifische Pankreaslipase (spec fPL/cPL), Ultraschall des Oberbauchs.
Naturheilkundliche Behandlung: Nach der tierärztlichen Notfallversorgung: Strikte Fettreduktion, Homöopathie zur Schmerzlinderung.
Krankheitsbild: Wiederkehrende, schleichende Entzündung, die das Gewebe dauerhaft schädigt.
Häufigste Auslöser: Unbehandelte akute Schübe, Autoimmunprozesse, genetische Veranlagung, langanhaltende Fehlernährung.
Symptome: Wechselhafter Appetit, wiederkehrender fettiger Durchfall, Blähungen, leichtes Erbrechen, Gewichtsverlust, allgemeine Schlappheit, schlechtes Haarkleid, wiederkehrender Wurmbefall.
Diagnostik: Langzeitüberwachung der Lipasewerte, Kotuntersuchung auf Ausnutzung, Ultraschall.
Naturheilkundliche Behandlung: Mykotherapie (z.B.. Hericium zur Schleimhautstärkung), Kräuterheilkunde (Bitterstoffe), fettarme Diät, Stressmanagement.
Bei der EPI produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig Verdauungsenzyme. Das Futter kann nicht mehr aufgespalten werden und "rutscht" ungenutzt durch den Hund hindurch.
Krankheitsbild: Funktionsverlust des enzymbildenden Gewebes. Der Hund verhungert quasi vor dem vollen Napf.
Häufigste Auslöser: Folge einer chronischen Pankreatitis oder eine angeborene Atrophie (Gewebeschwund), besonders häufig bei Deutschen Schäferhunden.
Symptome: Heißhunger bei gleichzeitigem Gewichtsverlust, große Mengen an hellen, fettigen "Lehmkot"-Haufen, Blähungen, stumpfes Fell.
Diagnostik: Haaranalyse, Ausschluss von Bestimmung der Pankreatischen Elastase im Kot oder des TLI-Werts im Blut (nüchtern!).
Naturheilkundliche Behandlung: Substitution von Enzymen zum Futter, Bioresonanz zur Unterstützung der Restfunktion, leicht verdauliche Proteine, Vitamin-B12-Ergänzung (da die Aufnahme oft gestört ist).
Wenn die hormonproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse versagen, steigt der Blutzuckerspiegel gefährlich an.
Krankheitsbild: Mangel an Insulin (Typ 1) oder Insulinresistenz, wodurch Glukose nicht mehr in die Zellen gelangt.
Häufigste Auslöser: Zerstörung der Zellen durch Entzündungen (Pankreatitis), Übergewicht, hormonelle Einflüsse (z.B. nach der Läufigkeit), Impfungen, chemische Medikamente.
Symptome: Extremer Durst (Polydipsie), häufiges Urinieren, plötzliche Erblindung (Grauer Star), Gewichtsabnahme trotz gutem Appetit.
Diagnostik: Haaranalyse, Blutzuckerspiegel, Urintest auf Glukose/Ketone, Langzeitblutzuckerwert (Fruktosamin).
Naturheilkundliche Behandlung: Begleitend zur Insulingabe: Mykotherapie (z.B. Coprinus comatus zur Blutzuckerregulierung), Bioresonanztherapie, strikte Diät mit komplexen Kohlenhydraten, Gewichtsmanagement.
Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse ist der Magen-Darm-Trakt oft überfordert. Das Ziel der Fütterung ist es, das Organ so weit wie möglich zu entlasten, damit Entzündungen abklingen können oder fehlende Enzyme optimal ersetzt werden.
Strikte Fettreduktion: Fett ist der stärkste Reiz für die Bauchspeicheldrüse, Enzyme auszuschütten. Bei einer Entzündung (Pankreatitis) muss der Fettgehalt im Futter extrem niedrig gehalten werden.
Kleine, häufige Mahlzeiten: Statt ein oder zwei großer Portionen solltest du deinen Hund 4 bis 6 Mal täglich füttern. Das verhindert Belastungsspitzen für die Drüse.
Hochverdauliche Proteine: Verwende nur hochwertige Eiweißquellen wie mageres Hähnchenbrustfilet, Putenfleisch oder mageren Hüttenkäse.
Geeignete Lebensmittel:
Mageres Fleisch: Huhn, Pute, mageres Rindfleisch (ohne Haut & Fett).
Kohlenhydrate: gekochtes Gemüse, wie z.B. Möhren (Morosche Karottensuppe), Zucchini.
Milchprodukte: Körniger Hüttenkäse (in kleinen Mengen).
Zu vermeiden (Tabu!)
Fettreiches Fleisch: Ente, Gans, fettes Schweinefleisch, Haut.
Schwer Verdauliches: Getreide, rohes Gemüse, Hülsenfrüchte.
Leckerlis: Kauartikel wie Schweineohren, Ochsenziemer (sehr fettreich!).
Gewürze & Essensreste: Alles, was fettig oder stark gewürzt ist.
Enzym-Substitution: Bei der exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) müssen dem Futter Enzyme beigemischt werden. Wichtig: Lass die Enzyme etwa 10–15 Minuten im Futter "vorverdauen", bevor du es fütterst.
Wärme: Viele Pankreas-Hunde genießen leicht angewärmtes Futter (körperwarm), da dies die Verdauungsarbeit erleichtert.
Mykotherapie-Tipp: Mische den Heilpilz Hericium erinaceus unter das Futter, um die gereizten Schleimhäute des Verdauungstraktes zu beruhigen und zu regenerieren.
Die Bauchspeicheldrüse reagiert extrem sensibel auf Druck und Reize. Ruhe und Entlastung sind hier die wichtigsten Heilfaktoren.
Ernährungsmanagement: Eine strikt fettarme, hochverdauliche Diät ist die Basis jeder Pankreas-Therapie.
Mykotherapie: Der Coprinus kann die Insulinproduktion unterstützen, während der Hericium die Regeneration der Schleimhäute fördert.
Bioresonanztherapie: Hilft dabei, energetische Blockaden des Organs zu lösen und Unverträglichkeiten aufzuspüren, die die Drüse unnötig belasten.
Phytotherapie: Einsatz von milden Bitterstoffen (z.B. Löwenzahn oder Enzian – vorsichtig dosiert!), um den Gallenfluss und die Verdauungssäfte anzuregen.
Homöopathie: z.B. Haronga D12 zur Anregung der Enzymproduktion.
Zeigt dein Hund die typische "Gebetshaltung" oder leidet unter fettigem Durchfall?